Knirscherschienen

„Zähne zusammen und durch“ oder „dem Gegner die Zähne zeigen“ „sich an etwas die Zähne ausbeißen“ und schließlich sogar „ins Gras beißen“. Sie kennen sicherlich alle diese Redensarten bei denen die Kraft der Zähne beschrieben wird. Und tatsächlich führen Stress und Ärger nicht selten zu nächtlichem Zähneknirschen oder Pressen mit ungeheuren Kräften, schließlich ist der Muskel der für den Mundschluss zuständig ist zwar klein, aber der kräftigste Muskel über den wir Menschen verfügen. Aber die Verspannungen gehen weiter, die Nackenmuskulatur verspannt ebenfalls. Und  die Zahnsubstanz wird regelrecht abgeschliffen, irreparable Schäden entstehen! Eine Knirscherschirne, hauptsächlich nachts getragen, kann den Schaden an den Zähnen verhindern, und helfen, die Verspannungen in der Muskulatur zu lösen.

Liegt dem Knirschen eine Ursache in der Zahnstellung zugrunde sprechen wir von einer CMD, einer Craniomandibulären Dysfunktion. Diese sollte durch eine genaue Vermessung und anschließende Änderung der Bisslage behoben werden.

CMD

CMD bedeutet Cranio-Mandibuläre Dysfunktion, also Fehlfunktion zwischen Kopf (cranium) und Unterkiefer (mandibula), kurz gesagt eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes. Dazu kommt es, wenn das System Zähne-Kiefer-Kiefergelenk nicht sorgfältig aufeinander abgestimmt ist, weil fehlende Zähne nicht ersetzt wurden, Weisheitszähne zu wenig Platz im Kiefer haben und nicht durchbrechen können, Zahnersatz nicht rechtzeitig unterfüttert wurde oder erneuert wurde usw. Die Auswirkungen können hier noch gravierender sein als beim Stressknirschen, das gesamte System Wirbelsäule kann belastet werden, Kopfschmerzen und Tinnitus können provoziert werden. Hier hilft eine genaue Vermessung des Bisses, Schienentherapie über 3-6 Monate und anschließend zum Beispiel eine Versorgung mit neuem, passendem Zahnersatz.

Sprechen Sie und an, wenn Sie Probleme mit dem Kiefergelenk haben!